Mitmachen, Mut machen und viel möglich machen!

Die Swiss Life-Stiftung unterstützt das Projekt „Joblinge“, das junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen fördert, um sie in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Wir haben zwei ehrenamtliche Mentoren aus der Swiss Life Niederlassung und von HORBACH gefragt, wie Sie zu diesem Projekt gekommen sind und welche Erfahrungen sie gemacht haben.

Wenn Herkunft den Weg in die Zukunft versperrt

„Manche brauchen einfach nur einen kleinen Schubs in die richtige Richtung“, resümiert David Rennings, Seniorberater bei HORBACH aus Köln über die Zeit mit Kashin, einer 19-jährigen Iranerin. Er hörte bei einer Jahresauftaktveranstaltung das erste Mal von dem Projekt. Daraufhin unterstützte er es erst finanziell, bevor er aus seiner Hands-on-Mentalität heraus mehr machen wollte und selbst Kontakt zu den „Joblingen“ aufnahm.

Die Joblinge sind zwischen 15 und 24 Jahren alt. Größtenteils leben sie in schwierigen sozialen Verhältnissen, lernen kaum Vorbilder oder schulische Erfolgserlebnisse kennen und stammen aus Familien, die ihre Kinder aus finanziellen oder sprachlichen Gründen nicht fördern können. Sie haben Probleme, den Übergang von der Schule ins Berufsleben zu schaffen und da kommen die Mentoren ins Spiel. Sie motivieren, lernen deutsch mit ihren Mentees oder zeigen Perspektiven auf. Das Aufgabenspektrum eines Mentors ist breit gefächert und von Mentee zu Mentee unterschiedlich. „Ich hatte Glück mit Kashin, da sie sehr eigenständig ist und ein Ziel vor Augen hatte. Ich habe sie motiviert, ihr beim Formulieren von Bewerbungsschreiben und bei der Strukturierung ihres Lebenslaufs geholfen. Nach acht Wochen hat sie einen Ausbildungsplatz bekommen. Ich bin stolz darauf, dass das geklappt hat“, freut sich David Rennings.

„Ich habe gesehen, wie ein Umfeld aus Perspektivlosigkeit und Problemen aussieht.“

Marion Randriamorasata ist ebenfalls Mentorin und begeistert von dem Programm: „Es ist wirklich schön und ein tolles Ziel, anderen Menschen Perspektiven zu geben.“ Sie stammt aus einem Vorort von Paris, in ihrem Umfeld hatten viele Jugendliche Probleme und ein derartiges Projekt hat dort damals gefehlt. Seit September 2018 traf sie sich einmal die Woche mit ihrem Mentee Bora. Sie gab ihm Orientierung und moralische Unterstützung. „Wir haben viel über seine Ziele und die Suche nach einer Ausbildung geredet und ich habe seine Fragen beantwortet“, erzählt Marion Randriamorasata. „Er wird jetzt 16 und hat eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann bekommen“, sagt sie sichtlich stolz und fügt an, dass sie sich schon auf ihren nächsten Mentee freut. Auch David Rennings wird voraussichtlich ab August einen neuen Jobling begleiten: „Kashin nahm meine Zeit als etwas Wertvolles wahr und war sehr dankbar. Ebenso wie ich, es macht wirklich Spaß!“